Klimawandel stoppen geht nicht ohne eine echte Verkehrswende

Kein Stopp des Klimawandels ohne VerkehrswendeIndividualverkehr belastet das Klima, da jedes Fahrzeug, egal wie klein, Resourcen benötigt. Und je größer ein Fahrzeug, um so mehr. Es beginnt bei den Rohstoffen, die irgendwo auf der Erde gewonnen werden. Dann folgen Transport und Verarbeitung in vielen Schritten bis hin zum Endprodukt. Weiter geht´s während des Gebrauchs mit Reifen- und Bremsenabrieb sowie Energieverbrauch (Diesel, Benzin, Gas, Wasserstoff, Strom) und deren Gewinnung. Am Ende steht die Entsorgung, selbst bei einem Recycling werden Energie und teilweise auch Chemikalien benötigt.

Auch für die Produktion von Ökostrom werden nicht wenige Ressourcen benötigt, die von den meisten Menschen ignoriert werden und selbst davon gibt es noch lange nicht genug in Deutschland. Verwenden wir konventionellen Strom, so verschieben wir lediglich die Emissionen.

Die Herstellung Wasserstoff benötigt riesige Energiemengen und am Ende werden lediglich 26% der Energie in einem Fahrzeug verwendet. Weitere Nachteile sind der relativ schwierige Transport und  Lagerung. Vorteil ist, dass Wasserstoff für lange Strecken besser als Batterieantriebe geeignet ist.

Was wir vor Allem benötigen, ist eine Wende weg vom eigenen Auto!
Wir benötigen mehr und einen besseren ÖPNV, vielelicht gar einene kostenlosen, wie manche Städte bereits vormachen. Dabei sparen die Städte gar Geld, da Asphaltschäden und andere Kostenfaktoren wegfallen. Auch ÖPNV-Anbindungen auf dem Land können meist noch optimiert werden. So gibt es Beispiele von Kleinbussen zwischen den Dörfern, die die Menschen zu den Hauptverkehrsachsen bringen und von wo es per Schnellbus in die Stadt geht. Zusätzlich gibt es die Möglichkeiten des Carsharings, auch dies gibt es bereits auf dem Land.

In Kopenhagen fahren heute schon 60% der Menschen mit dem Fahrrad zur Arbeit, weil dort entsprechende Maßnahmen für das Fahrrad realisiert wurden. So wird das Klima geschützt, so wird die Stadt wieder lebenswerter, gar grüner. Zudem muss der Trend zu einem SUV beendet werden, denn sie belasten die Umwelt immer deutlich mehr als ein kleines Fahrzeug.

Müssen wir alle ein Auto vor der Tür haben, das 90% der Zeit herumsteht, laufende Kosten verursacht und permanent an Wert verliert?

Manche Städte machen es vor und wir brauchen uns nur die Erfolge anschauen und übernehmen.

 

Empfehlung, es wird eigentlich alles aufgegriffen:

E-Mobilität – Mit Vollgas in die Verkehrswende?

Planet Wissen vom 29.03.2021 – Elektroautos gelten als die Antwort auf viele Umweltprobleme. Aber ganz so einfach ist es nicht. Wie wollen wir uns in Zukunft überhaupt durch die Stadt bewegen? Wie umweltfreundlich sind Elektroautos? Und welche Rolle spielt Wasserstoff bei der Mobilität von morgen?

Anschauen (58:18 Min.. UT. Verfügbar bis 16.09.2025. WDR.)

 

 

Warum brauchen wir eine Verkehrswende?

Der Verkehr auf Deutschlands Straßen nimmt zu – mit gravierenden Folgen für Umwelt, Gesundheit und Volkswirtschaft. Es ist Zeit für ein Umdenken.
Mehr unter: www.allianz-pro-schiene.de

 

 

12 Thesen zur Verkehrswende

weiterlesen https://www.agora-verkehrswende.de/12-thesen/

 

 

Verkehrswende: Umweltfreundlich unterwegs

  • Das Konzept der Verkehrswende beschreibt das Ziel, dass eine Gesellschaft auf umweltfreundliche Mobilität umsteigt. Die Menschen sollen sich dann nicht mehr hauptsächlich in Autos mit Benzin- oder Dieselmotor fortbewegen, sondern auf dem Fahrrad, mit Bus und Bahn und in Autos mit emissionsfreien Antrieben.
  • Viele Verkehrsforscher, Politiker und Politikerinnen halten diesen Wandel für nötig. Denn die Bewohnerinnen und Bewohner der Städte leiden unter Stau, Lärm und Abgasen. In einigen Städten haben Gerichte Fahrverbote gegen alte Dieselfahrzeuge verhängt. Und der Verkehr trägt erheblich zum Klimawandel bei.
  • Uneinigkeit herrscht darüber, wie eine Verkehrswende gelingen kann. Muss Autofahren und Fliegen teurer werden? Oder genügt es, mehr Radwege auszuweisen, das Angebot im Nahverkehr zu verbessern und Elektroautos zu fördern?

Dossier weiterlesen https://www.zeit.de/thema/verkehrswende

 

 

Stadtverkehr: Ist hier schon Holland?

02.05.2021 – Deutschlands Städte sind Autostätten, menschenfeindliche Metropolen. Daran wird auch der Elektromotor nichts ändern. Das Auto muss überflüssig werden.

weiterlesen https://www.zeit.de/…

 

 

Dörpsmobil SH – Wir bewegen das Dorf

Mobilität ohne eigenes Auto gestaltet sich auf dem Land oft schwierig. Der ländliche ÖPNV ist aufgrund der geringen Verfügbarkeit meist keine alltagstaugliche Alternative. Als Ergänzung braucht es daher aus ökologischen, sozialen und auch aus ökonomischen Gründen alternative Mobilitätsangebote. Diese Notwendigkeit wurde auch von der Akademie für die ländlichen Räume Schleswig Holsteins e.V. als zukünftige Herausforderung im Sinn der Daseinsvorsorge erkannt und nach Vorbild des Praxisbeispiels „Dörpsmobil Klixbüll“ als landesweites Kooperationsprojekt weiterentwickelt und gefördert.

weiterlesen https://www.doerpsmobil-sh.de/

 


Bild von Jeyaratnam Caniceus auf Pixabay


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